kapitulation

11. April 2007

Doch das ist Philosophie

Gespeichert unter: Onkel Ralf, text — kapitulation @ 16:34

hab heut den halben tag damit zugebracht, bösen code (es war eigentlich schon kot) vom compi zu kriegen. ich weiß nicht mal, wie das hier auf den rechenknecht gekommen ist. meine güte. der hat gemacht, was er wollte. und so geht’s ja nicht! und da sind mir ein paar sachen eingefallen. beispielsweise die rütli-schule. bernhard bueb mit seiner streitschrift „lob der disziplin“, in der er neben liebe, mit schwerpunkt disziplin, auch furcht als probates erziehungsmittel propagiert (der focus hat mich enttäuscht, schreit nicht *yippie*). aber wie soll ich mein elektronenhirn das fürchten lehren? oder hat dieser blog doch einen leser und der hat sich über den artikel gefährlichster computervirus entdeckt so sehr geärgert, dass er mir einen geschickt hat? oder mein freund b., der mich gefragt hat, warum es computerviren gibt? was das ist und wer sowas macht. und das ganz ernsthaft. b. ist mit einer besonderen weltsicht gerüstet und weil ich ihm ganz gut erklären konnte, was, wie, warum, fühlte ich mich irgendwann, als wäre ich schuld, dass computerviren die paradiesischen verheißungen unserer digitalen welt auf so schäbige weise zu stören suchen.
aber ich bin
u n s c h u l d i g, selbst nicht mehr als ein opfer! oder?

10. April 2007

DTH – Dieter Thomas Heck auf Afrika-Tournee?

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder, text — kapitulation @ 18:16

so, zeit mal wieder was zu schreiben. und das fällt nicht sehr leicht. die hannah hat sich aus kampala, irgendwo in afrika, gemeldet und das bildchen hier geschickt.

vlnr: das ? , der andreas und die hannah

damit stellt sie unsere freundschaft auf eine harte belastungsprobe. natürlich sollte sie hier in berlin mit gefetzten muskeln am pc sitzen und ich mit einem gläschen egal was drin ist, von mir aus hundepisse, in der savanne stehen und mit campino flirten. hat sie, wie aufgetragen, meine cd in die welt getragen, und dem leadsänger von dth vercheckt? sicher nicht!
ich hab nur mit größter mühe meinen chinesischen dissidentenfreund
mitte der achtziger dazu bringen können, hosen-platten in den osten zu schmuggeln. die erste war von percy sledge – when a man loves a woman. noch oft muss tante silke mir die zwangsjacke anlegen, wenn das lied irgendwo ertönt. ich hab meinem heutigen schwager fast vor freude ans bein gepinkelt, als er mir den tip gab, dass die hosen in pankownesien auf dem hof eines kirchlichen kindergartens spielen werden (1988, organisiert von geier und der stasi). und als es soweit war, blieb ich im trance neben der bühne stehen und hab geweint, also innerlich. den preis, tante silke für den rest meiner tage zu übernehmen, finde ich bis heute völlig angemessen.

i have a dream!

ich stell mir vor, es wäre 1990. die erinnerung ist undeutlich, eigentlich nicht mehr vorhanden. es ist der 17.07., 14:43, das thermometer am hintereingang der scheune, dresden, zeigt 26,3°C, es weht ein lauer wind aus nordöstlicher richtung. ein weißer mercedesbus fährt auf den hof. dth steigen aus. und sie haben einen fussball dabei. und wir bolzen mit ihnen rum. am abend dann geben sie ein geiles konzert in der scheune, vorband die freunde der italienischen oper (gott, konnten die dth gut leiden :-D ). nach dem auftritt geht’s in die kurz vor der eröffnung stehende kneipe von onkel ralf und seinem damals besten freund *schluchz* – christian, wo bist du? campino entschließt sich, im trabant kombi von onkel ralf, auch noch hinten, mitzufahren. ich weiß nicht, wer aufgeregter war, meine frisch geschiedene ex-frau, die für das event extra in dresden eingeflogen war, oder campino, den offenbar ein bisschen der mut verlassen hatte, da hinten, so ganz ohne türen, ohne die möglichkeit zu fliehen. er hat gut darauf geachtet, dass der bandbus, den ich nach dresden-ost dirigieren sollte, ja nicht aus sichtweite kommt.
guter mann!
ein glück gab es damals noch keine handies, geschweige denn mit cams dran. sonst könnte ich das alles auch nicht beweisen.

denkt mal drüber nach!

ps: als ich das zweite oder dritte mal offiziell nach mauerfall im westteil berlins mit meiner damals noch angetrauten die budapester richtung zoo flanierte, ist uns jemand über den weg gelaufen. die nicht immer ganz leise g. kreischte los, obwohl der mann keine 5m entfernt von uns stand: „hey, guck mal, dth“! ich musste sie förmlich wegziehen, denn er war es wirklich und ich hatte noch nicht mein heutiges selbstvertrauen, das es mir erlaubt hätte, die peinlichkeit zu überspielen, und das freudig-erregte lächeln des berühmten entertainers, welches natürlich der kleinen ostfrau galt, zu returnieren.

9. April 2007

Gefährlichster Computervirus entdeckt

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder by or., text — kapitulation @ 17:43
the winner is – der mensch

ist ein bisschen wie auf dem jahrmarkt, stimmt aber schon. nehmen wir doch mal die japanischen marinesoldaten, die lustig pornos getauscht haben, und dabei versehentlich details zum hightech-raketenabwehrsystem „aegis“ mitkopiert und von ihren kähnen genommen haben, guckst du hier .
ansonsten komm ich drauf, weil eine freundin sich am we hartnäckig allen argumenten der computerisierung ihres alltags verschließen wollte. bekam auch noch rückendeckung (äh…, politisch, nicht sexuell) von ihrem mann, obwohl der praktisch auf computer angewiesen ist wie die hochleistungskuh auf’s melken. dieser blog hier z.b. ist vielen meiner freunde in der nähe meines jahrgangs schon suspekt, nicht mehr durchschaubar. ich selbst hab mich schwer getan. nix häppie äjhdshing. wir werden strg,
alt, und fast jeder weiß, wie die letzte taste vom affengriff heißt, wenn wir das interesse verlieren. für „es ging auch immer ohne“, kann jede generation zig beispiele benennen. aber mit macht mehr spaß, und angemessene diskretion wird die mit den jahren offenbar immer wichtigere sicherheit nicht unvertretbar einschränken. darum macht es wie mit den mäkeligen kindern, denen ihr dann sagt: „wenigstens probieren!“ manchmal schmeckt es eben erst beim dritten mal.


zeig immer nur, was du zeigen willst!

8. April 2007

Alles so schön gelb hier

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder, text — kapitulation @ 18:32

es ist ja auch ostern. und nicht nur das gelbe aus der frühen form der selbstständigen entwicklung eines lebewesens – wikihilfmir!!! - ist so manchem der inbegriff des besten wo gibt. eine firma hat wieder in der vorosterzeit umsatzrekorde zu melden. ei ei ei ver… genau! hauptstadt für die herstellung in deutschland (mit 85% marktanteil hierzulande) ist unangefochten bonn. (aber jammern immer noch, dass wir ihnen die regierung nach berlin abziehen, von mir aus können sie die gern wieder haben). langsam soll aus dem spießigen getränk der wirtschaftswunderzeit ein szenedrink werden. darum müscht, wie der berliner sagt, man das zeug mit bitterlemon oder bastelt den hippen „blonden engel“ (vermengung mit orangensaft). onkel ralf hat heut was neues probiert – russenei (sprich: russe_nei). ‘n ganz normalen russen (weizenbier und zitronenbrause) mit dings im verhältnis 1:10. schmeckt locker, ist flockig/plockig und vor allem – schmeckt nur mir!

preisfrage:
was wird im plattdeutschen klötenköm oder auch klütenkööm genannt?
was regelt das ewg 1576/89 artikel 1, absatz 4, buchstabe s (spirituose, die aus ethylalkohol landwirtschaftlichen ursprungs gewonnen wird und als weitere bestandteile eigelb, eiweiß sowie zucker oder honig enthält. eine aromatisierung mit natürlichen oder naturidentischen aromastoffen ist erlaubt. gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 14% eigelb und 15% zucker sowie ein alkoholgehalt von mindestens 14%.)
was kommt ursprünglich aus brasilien, wurde da aus avocados, rohrzucker und rum gepanscht, hieß abacate und wurde in holland 1876 mangels ausreichender avocado-vorräte durch den gelben superstoff ersetzt?
was hängt an der wand, macht taktik und wenn es runterfällt, ist die armee kaputt?

FROHSTERN!!!

7. April 2007

Den Lieben Gott ‘n guten Mann sein lassen

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder, bilder by or., text — kapitulation @ 21:58

das hab ich heut gemacht. nicht, dass ich plötzlich nicht mehr göttlich wäre, oder gar unchristlich. auch meinen häuslichen pflichten bin ich nachgekommen. aber ich hab mich doch mal einen tag unters volk gemischt. rumgelatscht,

american x-trem power krücking

im café gesessen und sogar noch mit „die wenke“ im kino gewest. den de niro dominierten „der gute hirte“ hat’s gegeben. passt so schön zum morgigen urbi et orbi von uns benni.

„Er sprach: Es ist vollbracht!
Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.“
Joh 19,30


sorry, kleine eichkatze, dass du mir heut am schlosspark vor die flinte – respektive die handylinse – geraten bist. aber joh 19,30 hatte da für mich durchaus eine tröstliche botschaft.

6. April 2007

Wenn Du Denkst Du Denkst …

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder, bilder by or., text — kapitulation @ 21:01

… dann denkst du nur du denkst!

tja, wie ich. ich dachte, hey, onkel ralf, dachte ich, die mädels sind aus dem haus, da kannst du ja mal wieder was formvollendetes, humoriges und intellektuell ansprechendes für deinen blog tun. und was ist? nix. keine zeit und irgendwie auch keine power. bin ein bissl in der wohnung rumgerannt und hab was gesucht, was nach tante silke riecht und hab es auch gefunden. den mondkalender vom weltbildverlag, den sie mir zu weihnachten geschenkt hat. der riecht natürlich nicht wirklich nach ihr, das war mehr metaphorisch gemeint.
das geschenk war in 2007 leider nur 3 tage interessant. weil wirklich noch weniger drinsteht als in den horoskopen der tageszeitungen. und ein viertel der seite kümmert sich auch noch um gärtnerei. sorry, aber damit hab ich nun leider null zu tun.
also was ist denn mit meinem schicksalstag, den 04.04.2007? ich soll bei vorausgesetzter medizinischer akzeptanz keine operation am unterleib vornehmen lassen – ah so. von gefahren, evtl. für meine wade, steht da nichts. oder ist der mondkalender so interpretationsfähig wie die bibel. „operation am unterleib“ bedeutet so viel wie “ ey alta, pass mit deina wade uff“? ist ja im weitesten sinne auch unterleib.
und dann, oh mein gott, „auf das haarewaschen, wenn möglich und nötig – verzichten.“ da zeigt sich mal wieder, was meine schulische ausbildung so wert ist, versteh kein wort. „wenn möglich und nötig“ …………………häääääh? und das allerallerallerallerdoofste, ich hab mir natürlich die haare gewaschen. warum auch nicht? hätte ich doch bloß vorher den mondkalender konsultiert. bevor jetzt alle sich so einen mondkalender kaufen (könnte günstig einen abgeben) – ich hatte mir die haare natürlich nach dem muskelfaserriss gewaschen. die chance, dass allein das wissen darum, dass ich mir die haare waschen würde (und musste ;) , mir die wade zerfetzt hat, ist doch relativ gering.

wolle rose kaufe? oder lieber mondgrundstück?

5. April 2007

Ein bisschen schwanger…

Gespeichert unter: Onkel Ralf, text — kapitulation @ 21:31
…geht eben doch!

ich hab’s ja selbst gesehen auf dem ultraschallbild. also der onkel doktor hat es onkel ralf unter die nase gehalten, und ich hätte es sehen können. wenn ich auf ultraschallbildern jemals irgendwas erkannt hätte. und wenn ich ‘ne brille aufgehabt hätte. aber es war ein sehr netter arzt (echt nicht, trotzdem mochte ich ihn, der war komisch, und die heisse schwester, vielleicht darum) und er hat mir also das ultraschallbild gezeigt und so sinngemäß erklärt, dass der muskel nicht ganz durch ist. bloß volle hacke zerfasert, bis in die oder an die (indy und andy – schee, gell) sehne (er hat sich anders ausgedrückt, aber ich hab’s vergessen, sehnenansatz?). wird schon wieder. du willst mehr über muskelfaserriss zweiten grades wissen, hier. na ja, erst mal zwei wochen krankgeschrieben. früher war krankgeschrieben toll. heute ist es die strafe schlechthin. vor allem, weil man in dem alter ist, in dem man sich dann auch wirklich krank fühlt. mal sehn, ob ich beim nächsten arztbesuch die bilder abstauben kann, hat ich vergessen, shit! ich wünsch mir jedenfalls gute besserung!

4. April 2007

Der erste Tag vom Rest meines Lebens …

Gespeichert unter: Onkel Ralf, text — kapitulation @ 21:33

… endete in einem desaster. die sch…ß rechte wade ist hin.

merde!

ps: so schlimm scheint es ja nicht zu sein, ich kann noch davon schreiben!

Wichtige Mitteilung!

Gespeichert unter: Onkel Ralf, text — kapitulation @ 8:42
heut ist der erste tag vom rest deines lebens

hab ich heut morgen aus dem radio vernommen, in einem popsong. ist schon deprimierend, die wahrheit so ungeschminkt kurz vor ostern serviert zu bekommen. und was fängt man nun mit diesem rest an? nach „rest des lebens“ gegoogelt, mal sehn, was so kommt:

der rest des lebens ist zu kurz, um ihn nur einem menschen zu widmen… , so schreibt ein gewisser langue in einem offenbar etwas anzüglichen forum und man kann ihm einen kuss schicken :-o . er schreibt, dass er nicht alle seine vorlieben angekreuzt hätte, dass würde er bei sympathie verbalisieren. interessant, was kann man denn neben: normal sex, kuschel sex, harter sex, oralsex, analsex, besondere orte, erotische chats, dominant sein, devot sein, zuschauen, zeigen, flotter dreier mmf in diesem forum noch ankreuzen? weil das will langue ja schon von den unsympathischen menschen.

wir sind verdorben für den rest des lebens… , marion und jörg aus gummersbach. „clothing optional“ in ‘ner amerikanischen hotelsiedlung. nackig bei die amis, dazu der hotelname „orient“! hört sich an wie aus tausendundeiner nacht.

unschuldig für den rest des lebens… , das scheint ja das gegenteil von langue zu werden. ist aber der titel eines buches von hanna krall: „wir haben mit einem feinen pinsel genaue, ziselierte bilder an die wand gemalt. dann stellte sich heraus, dass die wand teil eines eisenbahnwaggons war, der sich plötzlich vor uns in bewegung setzte und uns vor der nase davonfuhr. und wir merkten, dass wir eine trillerpfeife oder sogar eine alarmsirene anstatt eines pinsels gebraucht hätten

zwangsurlaub für den rest des lebens – und dann? , tja, was dann? ich weiß es nicht. aber die helvetia.

eintrag im führungszeugnis: gestraft für den rest des lebens? , blöd gelaufen, lilalaunebaer ! erstmal lohnt verbrechen natürlich sowieso nicht (auch wenn ich einen lustigen kriminalbeamten kenne, der genau das gegenteil behauptet). zweitens muss ich lilalaunebaer mal zitieren „ich sehe so keine perspektive für ein geordnetes angestelltenleben nach dem studium

das hört sich nach einem echten drama an. und zwar für mich. weil da draußen in der welt so zombies rumlaufen wie der lilalaunebaer, mit denen ich den rest meines lebens verbringen muss! und heut geht’s los.

3. April 2007

Abschied ist ein schweres Schaf

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder, text — kapitulation @ 18:09

wenn es um leben und tod geht, taucht in jedem irgendwie dramatischen kunstwerk die frage auf: „muss ich (oder wer auch immer) sterben?“ und ich wünsche mir jedes mal sehnlichst vom so befragten die antwort: „ja!“, weil es die richtige ist. okay, man könnte sich noch auf eine philosophische ebene begeben und über „was ist sterben?“, „was ist überhaupt leben?“, gott, reinkarnation, mikro-, makrokosmos und weiß der geier was nachdenken. man kann auch, wenn man denn unbedingt jemandem mut machen wöllte, „ja, aber nicht jetzt und hier“ sagen. aber im prinzip ist „ja!“ die antwort, welche einem bei dieser frage die volle punktzahl bringt. das so oft gehörte „nein“ entlarvt jeden noch so edelen helden als lügner oder schwachmaten.
seit einiger zeit kann man nun nach dem tod endlich etwas wertvolles aus sich machen (lassen) – einen diamanten. so besteht im prinzip sogar die möglichkeit, aus onkel ralf post mortem noch was kostbares zu zaubern. wie schon bei der sterbehilfe ist uns die schweiz auch da wieder voraus, weil man es hier (deutschland) vermutlich kann, aber nicht darf, und man bei den helvetianern lediglich das nötige kleingeld braucht. günstigstes angebot: aus einem leblosen körper einen 0,5 karat schmuckdiamanten herstellen macht summa summarum ca. 6000 schweizer franken. teurer geht natürlich immer, größer als 1 karat ist wohl z.zt. technisch nicht machbar.
wer die geschichte, die vor dem amtsgericht wiesbaden verhandelt wurde, und bei der der tochter des verstorbenen die veredelung des papas untersagt wurde, mal aus allen perspektiven lesen will, der wird bei den news des service-anbieters „algordanza“ fündig.

vielleicht sollte man ja nach seinem tod einfach nur in der erinnerung der geliebten menschen weiterleben, als plötzlich was ganz anderes zu sein?
z.b. ein goldhund!
Ältere Artikel »

Bloggen Sie auf WordPress.com.