kapitulation

2. Juni 2007

Ihre Ordnung hat sich Eingeschifft

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder by or., text — kapitulation @ 11:22
ich halte das für eine zutiefst menschliche regung meiner ordnung. was soll sie auch sonst tun. eigentlich wusste ich gar nicht, dass ich eine ordnung habe. tante silke meint, dass ich lediglich im besitz von unordnung wäre, die würde sich nicht nur einschiffen, sondern meist auch einkäckern. oder kriege ich vielleicht endlich meine eigene, echt amerikanische ordnung von thermite-media? das wäre nur zu schön. denn nix braucht der onkel ralf dringender als ordnung, höchstens noch fundamentales.
ein klickie auf die bilde kannste sehen in die gross das!

say after me, please:

i hold for a deeply human moving of my order. which is to do it also otherwise. actually i did not know at all that i had an order. aunt silke means that i would only be in the possession of disorder, which would not only embark itself, but says usually also, as one into german? oh yes: einkäckern! or wars i perhaps finally my own order of thermite media? that would be only too beautiful. because nothing the uncle needs ralf more urgently than order, at the most still fundamental.
ps: werde den blog wohl mit den meisten artikeln zu wordpress umziehen, darum ist z.zt. wenig action. hoffe, in 2-3 wochen so weit zu sein. or

29. Mai 2007

RETTET UNSERE KINDER!

Gespeichert unter: bilder, text, zephyr — kapitulation @ 14:07

es rumpelt und kracht, blitzt und donnert. gott lässt uns die ganze wucht seiner wut spüren, es scheint, er möchte uns ersäufen. der untergang der menschheit naht… ich rufe, nein ich schreie euch durch sturm und regen zu: RETTET UNSERE KINDER! NIEDER MIT DEN TELETUBBIES!


doch ist es am end schon zu spät?


MACHEN DIE TELETUBBIES UNS SCHWUL?

fernsehen verdirbt den charakter – eine weisheit aus unseren kindertagen. und wie recht doch unsere eltern hatten. schaut euch nur das schwule handtäschchen an.
tausende unverdorbene kinderaugen sahen dies und nun wird die wissenschaft in polen es beweisen: die teletubbies machen nicht nur schwul – NEIN! sie sind es auch…. hier mal die prominentesten teletubbies. und das ist auch gut so?

ich sage an der stelle nur: schau nicht weg – schau hin, was dein kind sieht. und schreite ein!

ich winke euch zu und sage: lala oder pooo…

26. Mai 2007

Trifles

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder by or., text — kapitulation @ 9:55

oft sind es die kleinen dinge des lebens, die uns die größte freude bereiten.

beispiele gefällig?

  1. tante silke war vorgestern ja zeugin eines verkehrsunfalls (guckst du artikel vom 25.05.06). so wie der typ geflogen, gelandet und gelegen ist (sagen wir jetzt auch bei uns in südschweden), meinte sie, muss der tot gegangen sein. aber zumindest stimmt uns dieser artikel hier optimistisch, dass es noch mal glimpflich abgelaufen sein könnte.
  2. ich war gestern in meinem lieblingscafé. und da hatte sich was geändert. die bedienung war immer noch neu und wie fast immer dort, ausgesucht freundlich. der kaffee okay (nee, hazelnutte ist sehr lecker und, liebe leute, bitte notieren –> ein grande weekly to go mit platz für viel milch und ein stempel auf der rabattkarte! aber die meisten servicekräfte wissen das ja schon ;) . hernach am zubehörstand surprise, surprise – neue löffel, what a day! edelereres plastik als vorher, transparent, und der knüller, die löffel sind jetzt lääääänger. man muss nicht mehr finger und daumen in die heiße brühe tunken, wenn man sein getränk mit süßem honig vermengt. really great! *thx*
  3. gestern abend nach dem kurzen, sagen wir mal, unwetterchen.

    da wird dann selbst onkel ralf beim aus dem fenster schauen zum romantiker! ruft tante silke, sie fassen sich beide bei den händen und schwören, diesen moment nie nie nie zu vergessen!

  4. der sinn des lebens. bisher hab ich es mit freud gehalten. dachte immer „erhaltung der art“, f*cken eben. aber jetzt hab ich in einem populärwissenschaftlichen philosophenwerk geschmökert. und die frage heißt nun: wozu soll das gut sein „erhaltung der art“?

    tja, keine ahnung! und wo ist die frohe botschaft?

    ich habe gelernt, bestimmte axiome des lebens zu „ertragen“. für die erklärung allen zeugs fehlen mir hirn (also der kopf ist groß genug, wahrscheinlich auch das gehirn, aber es mangelt an sortiertem geist), zeit und wie fast immer, ehrgeiz! außerdem wär’s ja auch blöd, wenn mir nun nach fressen und fernsehen auch noch das letzte f abhanden käme (freud, frieden, feilchen, frisuren oder fülosofie natürlich, nich watt sie dachten).

oft sind es eben die kleinen dinge des lebens, die uns die größte freude bereiten.

25. Mai 2007

Viel Flieger

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder, bilder by or., text — kapitulation @ 8:30

„überall verfall“
singt er, der manfred maurenbrecher (kaufen kaufen kaufen!!!)

und tatsächlich, schau dich um, schau dich an!

so sieht das aus, meine lieben!

flieger

ja, da flog was durch die luft. was tante silke gestern auf der dietzgenstr. sehen musste, hat uns schön den abend „verdorben“. können die leute nicht aufpassen beim über die strasse gehen? und dann denkt man, dass millionen mal täglich auf dieser erde gestorben wird. kennt man jemanden , der aus berufsgründen ständig mit solchen dingen zu tun hat und die protagonisten etwas despektierlich „stinker“ nennt, scheint alles nicht mehr ganz so schlimm. oder der berüchtigte slogan der bestattungsindustrie: „gestorben wird immer!“ macht die tatsache, das alles ist wie es ist, erträglicher.
doch steht man daneben, wirkt es doch etwas anders, dann ist es doch speziell. und wir regen uns über blödsinn auf, reiben uns an kleinigkeiten. dabei kommt auch für uns irgendwann der zeitpunkt, an dem wir metaphorisch durch die luft fliegen und begleitet von einem unbeschreiblichen geräusch zur allerletzten landung ansetzen. für die dame links im bild (ein klick zeigt das ganze haus) hoffen wir mal, dass nicht gerade der geliebte jemand anderem den vorzug gegeben hat. because: „flying is unhealthy!“


dieser smiley brachte den tod

und zwar für einen anderen flieger, einen echten brummer. und zwar heute morgen. ob der (oder die?) sich seine (oder ihre?) letzte landung so vorgestellt hat? er (oder sie?) saß da also ganz gemütlich am fenster und schaute versonnen dem morgendlichen treiben zu. anstatt ihm (oder ihr?) stützkissen, zigarette und ‘ne tasse kaffee zu bringen, holt onkel ralf die perverse klatsche und von einem moment zum nächsten hat sich sein (oder ihr?) leben radikal geändert. kommentiert von meiner jüngsten, die das mörderische schauspiel aufmerksam verfolgt hat: „super pappi!“ rief sie mir anerkennend zu. wird sie vielleicht später ein buch mit dem titel „mein vater, der killer“ schreiben?


anarchie ist bald geschichte

3 1/4 jahre, für anarchie ist das eine lange zeit. man meint manchmal zu lang. er, oder sollte man besser sie sagen, denn es handelt sich um einen kastraten, ist der methusalem von vier ratten, die wir in den letzten jahren beherbergt haben. ein echter überflieger. das sterben ging nach zwei jahren los. für domestizierte ratten ein durchaus erstrebenswertes alter. nach 3 1/4 jahren lassen viele körperfunktionen aber doch erhebliche wünsche offen. wer mag es schon, wenn, nur weil es mal juckt und man sich ein bisschen kratzen will, man sich plötzlich wie ein maikäfer strampelnd auf dem rücken wiederfindet. mir persönlich macht das ja nix, aber ratten haben da offensichtlich eine ganz andere meinung. ebenso entwickelt sich die nahrungsaufnahme immer mehr zu einer unwürdigen veranstaltung. nix nager. die zeiten sind vorbei. er kann ja auch das fressen nicht mehr in seinen pfötchen halten. legt einfach den kopf in das mittlerweile weich gereichte futter und dann… – wie im schlaraffenland. das bild zeigt ihn schlafend vor seinem „haus“. er hat es wohl heut morgen nicht bis rein geschafft.
warum onkel ralf nicht ihn erlöst und dafür einen brummer, der nicht darum gebeten hat? muss irgend was mit ethik, moral oder zeug zu tun haben.

nymphomanen (noch mehr flieger)

tja, das leben geht weiter. beispielsweise für die „ex“, die heut schwangerschaftsschwimmen wichtiger fand als sich von onkel ralf das w-lan richten zu lassen (darum kann ich hier sitzen und blödsinn schreiben). es gibt also bald was neues zu knuddeln ;-) . das können die in unserem kleinen zoo wohnenden nymphomanen nicht erwarten. denn da hat wieder onkel ralf sein grausames werk getan. der treusorgende hahn brütet z.zt. vier hartgekochte nymphensitticheier. und wie rächt sich das vogelvolk? sie stellen ihre verdauung um und kacken das wohnzimmer mit spiegeleiergroßen (na ja, fast ;-) flaatschen voll.
ironie von schicksal, ethik, sauberkeit und moral für alle!


der peppi is ja eigentlich ‘n janz süßer, aber beim brüten sieht der reudig aus :-)

aprospo moral (von der geschichte)

MACHT EUCH DAS LEBEN NICHT UNNÖTIG SCHWER!

und tragt sonnenschutz! –> kaufen!

text kann man hier nachlesen

ps: keiner geht, bevor er nicht was gelernt hat. was haben –>

anthony quinn, alan rickman, victor rivers, eric roberts, richard roundtree, mickey rourke, william sadler, jay o. sanders, tom savini, leon schuster, steven seagal, nasserudin shar, stan shaw, wesley snipes, joe spinell, benito stefanelli, daniel stern, joe vance, marcello verziera, jon voight, hunter von leer, denzel washington, dick anthony williams, treat williams, michael wincott, john witherspoon, gérard depardieu, bruce willis, kurt russell, dolph lundgren, james woods, cheech marin, willem dafoe, robert davi, william hurt, christopher lambert, michael madsen, james remar, john belushi, clancy brown, joe bugner, gérard darmon, robert forster, lance henriksen, percy herbert, tommy lee jones, larry king, martin kove, bill murray

–> gemein?

DIE GÜLKAMPS – EINE DEUTSCH-TÜRKISCHE BACKMISCHUNG IN 9 AKTEN

Gespeichert unter: bilder, text, zephyr — kapitulation @ 7:33

liebe gemeinde,

wir haben uns heute hier zusammengefunden, um dem nächsten wahnsinnig prominenten pärchen auf die sprünge ins glück zu helfen zu schubsen zu voyeuren. wir schätzen uns üüüüüüberglüüüüüüücklich, dass gülzahn und kampi sich endlich trauen.

und sie trauen sich sogar über ihr normales engagement hinaus ins tv zu uns auf die bildschirme zu hause. was waren wir schon begeistert von marianne und michael des pops (sarah & marc), die uns an ihrer feinen zweisamkeit vor der hochzeit teilhaben liessen. und nun direkt mit trauung und hochzeitsnachtporno für alle. ich werde für euch leiden und mir alle folgen anschauen und euch direkt und umgehend berichten. co-berichterstatter sind herzlich bei mir willkommen. wahrscheinlich muss ich hinterher zum entzug… ich kann mir auch gut vorstellen, eine kneipe für public viewing zu begeistern und wir besaufen uns in der gemeinschaft, um solches glück zu ertragen.

(photo by gmx, pro sieben, stefan pick)

22. Mai 2007

ANDERE TUNS DOCH AUCH

Gespeichert unter: bilder by zephyr, text, zephyr — kapitulation @ 10:42

liebes tagebuch,
ich bin heute morgen in hygienisch einwandfreiem zustand auf meinem blitzsauberen drahtesel durch die schönen strassen berlins geradelt. im kopf hatte ich den einen oder anderen bösen gedanken oder auch ein bild, wie zum beispiel:
hundebesitzer im gully ertrunken…

(statt im eima der fensterputzer) und wie ich so fuhr und sinnierte, wie dieses problem wohl zu lösen sei, sah ich dies:

und es überwältigte mich eine große freude und mein herz tat einen sprunk. ich beglückwünschte den neu-hundebesitzer und sprach ihm viel lob und anerkennung zu oder aus, verbunden mit dem glauben und dem wunsche, er möge dies auch in zukunft weiterhin tun.

schöner unsere städte und gemeinden – mach mit!

ich habe aber auch noch bei google folgendes gefunden. im zusammenhang mit hundekacke erscheint ein antiveganer kochkurs. fun. in der tat scheint mir das funny. ratten und rippchen scheinen ja noch zu passen. der rückschluss zur hundekacke ist mir bisher noch etwas befremdlich. aber vielleicht denke ich da ja zu unflexibel…


21. Mai 2007

Der von hier

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder by or., text — kapitulation @ 18:33

eigentlich zu müde, aber besser als gar nix!
und es ist ja auch wichtig:



in dem von hier ist wieder großer rätselspass!
auf ungelogen acht seiten, wahnsinn!
ick muss!

16. Mai 2007

Hundekot macht Wangen rot

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder, text — kapitulation @ 19:44

da war doch mal was? ah ja die –>

Kleine Anfrage
des Abgeordneten Karl-Georg Wellmann (CDU)
vom 13. Juli 2004 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 16. Juli 2004) und Antwort

„Was kostet die Hundekacke?“

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Frage 1: Wie viele Spezialfahrzeuge zur Entfernung von Hundekot hat die BSR?
Antwort zu 1.: Die BSR haben insgesamt zehn Hundekotmobile im Einsatz.
Frage 2: Welche Kosten verursachen diese Fahrzeuge (Anschaffungs- und Betriebskosten einschließlich Personal)?
Antwort zu 2.: Die Anschaffungskosten beliefen sich im Jahr 1998 für 10 Hundekotmobile auf rd. 270 T € (pro Maschine ca. 27 T €). Die jährlichen Betriebskosten liegen bei ca. 800 T €.
Frage 3: Welche Einnahmen hat das Land Berlin aus der Hundesteuer?
Antwort zu 3.: Das Land Berlin hat im Jahr 2003 aus der Hundesteuer 11.357.258,87 € eingenommen.
Im ersten Halbjahr 2004 wurden 6.048.342,45 € eingenommen.
Berlin, den 12. August 2004
In Vertretung
Krautzberger

……………………………..
Senatsverwaltung für

Stadtentwicklung
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 17. August 2004)


leider ist der senator für stadtentwicklung die antwort auf die entscheidene frage unseres hochgeschätzten cdu-abgeordneten schuldig geblieben:

was kostet hundekacke?

nun, für karl-georg wellmann könnte man natürlich einen sonderpreis arrangieren. aber mal im ernst, wir leben in der marktwirtschaft (angeblich in einer sozialen, was dem wert von hundescheiße natürlich gleich sein kann)!

darum mein vorschlag für den 1.mai, die regierung zieht am volk vorbei! —> ähh, das war ja wohl jetzt kompletter schwachsinn.
also nochmal: mein vorschlag für berlin, mal zur probe 1kg hundekot bei ebay reinstellen. lass das ‘n euro bringen. massenrabatt und verwaltungskosten abziehen, und dann sind wir, respektive BERLIN, reich&sexy, weil wir dann nämlich auch nicht mehr in diese verf*ckten haufen latschen, *jess*!


‘ne abwegige idee? original anzeige bei google-suche!


es gibt aber auch alternativen, zb.
für menschen mit stil vom star-designer www.living-art24.de (unglaublich, was es gegen geld für schrott gibt ;-)

oder für die selfmade-leute, die www.bellobox.de, alles mit ohne bücken! auch ein schönes hobby für die, die keine hunde haben und etwas für ordnung und sauberkeit tun möchten.
oder guckst du www.kot-stop.de! einfach das zeuch tonnenweise in lustige doppeldecker rein und dann über berlin versprayen. die piloten werden in der illegalen sprayer-szene aquiriert. viele „fliegen“ mit einer klappe, keine graffities an den wänden, die kids haben ‘ne sinnvolle beschäftigung, die touries haben eine sehenswürdigkeit mehr zu begaffen und die hunde wissen nicht mehr, wo sie hinscheißen sollen.

ZWEI LINKS, ZWEI RECHTS, EIN’ FALLEN LASSEN

Gespeichert unter: bilder, text, zephyr — kapitulation @ 17:37

an dieser stelle nehme ich das mal wörtlich: zwei links:: ‘kleine anmerkung am rande::: berlin ist echt cool. hundestreifen gibt es hier und die meinen nicht, dass es streifen im sinne von hundeaufenthaltsichkanninruhekackenstreifen sind… nein. die streifen, die ich meine, sind auch nicht im kinderschlüppi, die gibts wohl nur noch als bezeichnung beim senat. ansonsten sind die streifen schlichtweg nicht mehr präsent (geschenke?!). dabei sollten sie doch für ordnung und sauberkeit im deutschen hundereich sorgen. aber irgendwie hat es sich nicht durchsetzen können, das streifige… und so kacken sie weiter auf die strasse. high noon gegen einer kackt immer. ist das vulgär? dann schaut euch mal fil und sharkey an. spass beiseite. das thema ist ernst. berlin ist cooler, als wir denken.
ich sach ma: hundekackestaubsauger
und dann sach ich noch: maz ab…

ick meen, so macht doch free your mind echt sinn, oder?

aber die halbitalienischen maf-merianer wissen sich auch zu helfen. es muss nicht immer kaviar sein, manchmal reicht auch die simplify your life – methode.

man könnte natürlich auch einfach nur den besitzerns der kleinen scheissmöpse eine tüte in die hand amputieren, nee, eine zange implementieren, oder drücken bezüglich der tüten.
aber bärlin ist ja deswegen so cool, weil, wenn andere noch wünschen, saugen in berlin schon alle :-) .

zitat: „europaticker Knigge für Hunde:

Wiener Politikerin will Hundekot-Staubsauger…“

Berlin Is Coool

Gespeichert unter: Onkel Ralf, bilder by or., text — kapitulation @ 13:28

ick bin ja so froh, dass ick ein balina bin. dit is so schön hier ßu leben. wie jeden tach ualaub hahm, escht!

heut hab ich wegen zeitnot die strecke nach haus mit der m1, 14:23, weinmeisterstr. bis pastor niemöller, abgekürzt. da kann man was erleben. erstmal setze ich mich dem jugendlich wirkenden herrn hier rechts im bild gegenüber.

der hat, wie üblich unter den jungen menschen, die etwas ranzigen schuhe schön auf dem sitzpolster. ich weiß nicht, wie das in, sagen wir mal, düsseldorf oder münchen ankommen würde. aber in berlin juckt das offenbar niemanden. die dame und der herr gegenüber sind mit mir zusammen eingestiegen, haben sich einfach mal dazu gesetzt. die kennen sich eigentlich nicht. der herr will in die prenzlauer promenade 48 nach pankow und die gute frau ist wohl kurzerhand zur city-guiderin mutiert. er erzählt, er kenne sich ja in mitte aus, schließlich sei er „als kind hier groß geworden“. sie erklärt im gegenzug, „mitte ist jetzt zeckenfrei“. er versteht nicht gleich und sie doziert, dass hier keine zecken mehr wohnen würden (sollte sie das wg. des typen vis á vis erzählen [wir sind ja noch in mitte], der hat dicke kopfhörer auf). obwohl ich das gefühl nicht los werde, dass der nach pankow strebende sie immer noch nicht verstanden hat, er fragt besser kein zweites mal nach. man plaudert munter weiter aneinander vorbei. zwischendurch steigt rosenthaler platz ein anderer älterer herr ein. er ist allein. das hindert ihn allerdings nicht an einem sehr lauten gespräch mit sich oder allen, keine ahnung: “ mann oh mann, dreieinhalb millionen. dreieinhalb millionen wohnen hier, da wirste doch bekloppt, das hälste nich aus!“ usw., nächste station ist er aber wieder ausgestiegen. da, wo sich die tram knickt, ist ein liebespaar schwer mit praktischer aufklärungsarbeit für die nach der schule heimströmenden kids beschäftig. bevor sie vermutlich irgendwie gekommen sind, muss ich raus, schade!

ansonsten gab’s noch ‘ne straßenbahnfahrerin, die (anscheinend scheinbar wahrscheinlich –> greetz to steffi) vergessen hat, dass sie heut erst zur nachtschicht anrücken muss und natürlich in berlin:

dicke hunde. ganz dicke! und rottweiler :-)
is pankow eijentlisch och schon ßeckenfrei? ah, nee, ick wohn ja noch hia!

ps: alles handybilder, teils weil ich die kleine arbeitscam noch nicht hatte, und teils, weil ich mich nicht getraut hab (ich könnte mich rechts und links und links und rechts und rechts und links und links und rechts…)

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